Geislingen - Professor Dr. Björn Hossfeld war gerade einmal zwei Jahre alt, als 1971 in Ulm das Luftrettungszentrum (LRZ) gegründet worden war. Heute ist er dort der leitende Arzt. Er zeigte sich Anfang März beeindruckt von der aktuellen Sonderausstellung, die Jens Currle und sein Team vom Rotkreuz-Landesmuseum in Geislingen anlässlich des 55-jährigen Bestehens des LRZ konzipiert haben. Sie stellen in diesem Jahr die Luftrettung in den Mittelpunkt, die nach Ansicht von Klaus Pavel, dem stellvertretenden Präsidenten des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg, immer mehr an Bedeutung gewinnen werde.
„Angesichts von zurückgehenden Klinikzahlen und einer Hilfsfrist von zwölf Minuten – da werden wir auf der Straße zunehmend Mühe haben“, zeigte er sich überzeugt. DRK-Kreisverbandspräsident Peter Hofelich freute sich, zahlreiche Gäste der Blaulicht- und der Rotkreuzfamilie weit über Geislingen hinaus begrüßen zu können. Er erinnerte daran, dass sich die aktuelle Ausstellung in eine Reihe von Schauen „mit unseren Partnern“ stelle. Er dankte den Ehrenamtlichen aus Geislingen für ihr Engagement und allen Leihgebern für die Bereitschaft, ihre Schätze in Geislingen einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Geislingens Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia hob das große Interesse an der Eröffnung der Sonderausstellung hervor: „Wir sind stolz darauf, dieses Museum in unserer Stadt zu haben.“ Klaus Pavel bekräftigte, dass der gesamte DRK-Landesverband stolz „auf die Arbeit ist, die hier geleistet wird“. Er betonte: „Wir sind eine starke Gemeinschaft, die die Humanität und die Hilfe für Mitmenschen in den Mittelpunkt stellt.“
Jens Currle betonte die Faszination fürs Fliegen, die noch gesteigert werde durch die Faszination fürs Hubschrauberfliegen und die eine weitere Dimension im Rettungshubschrauber erhalte. „Das ist fliegen in Extremsituationen.“ Auch er erinnerte daran, dass immer häufiger ein Rettungshubschrauber alarmiert werden müsse, dass wenige Tage zuvor gar zwei zu einem Unfall auf der Alb geflogen waren. „Unser Thema ist also sehr aktuell.“ Der Leiter des Museums dankte den zahlreichen Leihgebern aus der Reihe des Roten Kreuzes und des LRZ Ulm, aber auch privaten Sammlern,.
Info Das Museum in der Heidenheimer Straße in Geislingen ist von März bis November am ersten Samstag und am zweiten Sonntag des Monats von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen, auch außerhalb der Öffnungszeiten, unter Tel. 07161/6739-0 oder info(at)rotkreuz-landesmuseum(dot)de
Weitere Informationen unter www.rotkreuz-landesmuseum.de
