Der Richtspruch von Hans-Peter Riedmüller vom beauftragten Bauunternehmen stellte den buchstäblichen Höhepunkt des Richtfestes der neuen Notarztwache Göppingen-Öde zwischen dem Klinikum Christophsbad und dem Schulzentrum Öde dar. Vergangenen Freitag freute sich Peter Hofelich, zahlreiche Gäste dazu begrüßen zu können. Das teilt das DRK Göppingen mit.
Göppingens Oberbürgermeister Alex Maier, Vertreter des Landratsamtes und des Kreistages, Kollegen weiterer Hilfsorganisationen und der Kliniken ebenso wie der Krankenkassen und der beteiligten Banken und Baufirmen sowie des Architekturbüros und Mitarbeitende des DRK-Kreisverbandes sahen einen Rohbau, der in nur vier Monaten entstanden war. Das Ganze sei „im Zeit- und Kostenrahmen“, verkündete der Präsident des DRK-Kreisverbandes den Gästen bei strahlendem Sonnenschein, aber eisigen Temperaturen.
Feste Strukturen schaffen
„Ausgangspunkt für die Notarztwache ist ein Standortgutachten aus dem Jahr 2022“, erinnerte Peter Hofelich. „Es empfahl die Verlegung eines Notarzteinsatzfahrzeuges (NEF) in den Westen der Stadt Göppingen.“ Ziel sei, dadurch die Bevölkerung hier und im Unteren Filstal noch schneller notärztlich versorgen zu können. Eine Interimswache war deshalb bereits vor gut zwei Jahren in Betrieb genommen worden. Bei aller Freude über den guten Baufortschritt und die positive Entwicklung des Vorhabens – Peter Hofelich erinnerte auch an die „holprige“ Finanzierung von Seiten des Landes, das den Förderantrag im vergangenen Jahr zunächst nicht bewilligt habe. Zwischenzeitlich sei dank des Sondervermögens des Bundes, von dem das Land 13 Milliarden Euro erhalte, auch der Zuschuss für die neue Rettungswache in Aussicht gestellt worden und soll noch im ersten Quartal 2026 genehmigt werden, heißt es in der Mitteilung weiter – auch für eine weitere neue Wache in Bartenbach. Geplant sei, auch sie „zeitnah“ anzugehen.
Investitionen in den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz „sind verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit geraten“, so Peter Hofelich weiter. Dies sei geboten in „unseren bewegten und disruptiven, also zerstörerischen Zeiten“. Entsprechende Strukturen zu schaffen sei „extrem wichtig geworden“.
Hilfsfristen deutlich verkürzt
Peter Hofelich dankte ausdrücklich dem Architekturbüro Liebrich und den Fachplanern sowie den Bauunternehmen und ihren Mitarbeitenden und nicht zuletzt Bettina Merten vom DRK-Kreisverband Göppingen, die das Richtfest in der Fahrzeughalle der Interimswache organisiert hatte. Bevor es zum Imbiss in die deutlich wärmeren Innenräume ging, betonte OB Alex Maier in seinem kurzen Grußwort die „beeindruckende Leistung, in so kurzer Zeit den Rohbau zu erstellen“. Der Betrieb der Interimswache habe bereits belegt, dass die Einrichtung „am goldrichtigen Standort betrieben wird“. Hier werde nicht „einfach eine Garage für ein Fahrzeug gebaut, sondern auch an der Sicherheit der Menschen in Göppingen und im Umland“.
Die Notarztwache Göppingen-Göppingen-Öde sowie die Rettungswache Göppingen-Bartenbach gehören organisatorisch zur DRK-Rettungswache Göppingen mit ihrem Standort im DRK-Zentrum beim Alb-Fils-Klinikum. Bei der Rettungswache Göppingen arbeiten insgesamt rund 80 Rettungskräfte im Schichtdienst rund um die Uhr.
Von der Notarztwache Göppingen-Öde aus werden seit Anfang Dezember 2023 täglich von 8 bis 20 Uhr Einsätze gefahren. Insbesondere im unteren Filstal hätten sich die Zeiten, bis Notarzt und Notfallsanitäter am Einsatzort eintreffen, die so genannten Hilfsfristen, deutlich verkürzt, heißt es.
Ein breites Netzwerk
Der Bereichsausschuss für den Rettungsdienst besteht aus den Vertretern der stimmberechtigten Krankenkassen und Rettungsdienste, beratend aber auch aus den Vertretern des Landratsamtes, der Feuerwehren, der Notärzte, des Alb-Fils-Klinikums sowie des Regierungspräsidiums Stuttgart.
Informationen dazu gibt es unter: www.bereichsausschuss-goeppingen.de, www.ba-gp.de, www.rettungsdienst-goeppingen.de und www.rd-gp.de.
