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NWZ, 12.07.2010

Rotes Kreuz sucht Ehrenamtliche

Göppinger Kreisverband hat viele neue Aufgaben übernommen

Der Kreisverband Göppingen des DRK präsentierte bei der Kreisversammlung in Geislingen seinen beeindruckenden Leistungsstand und etliche neue Projekte, die er 2009 angepackt hat.

Kreis Göppingen
- Landrat Edgar Wolff bescheinigte am Freitagabend dem Göppinger Kreisverband des Roten Kreuzes, dass das DRK keine reine Rettungsorganisation sei, sondern „eine soziale Institution, die einen überaus wertvollen Beitrag zur Gesellschaft leistet“. Wichtig sei, „Schwerpunkte zu setzen“, erklärte der Kreisvorsitzende Peter Hofelich. Hofelich nannte drei Bereiche: Familie, Jugend und Ehrenamt.

Als „herausragende Beispiele“ für neue Aufgaben nannte er das zu Jahresbeginn eröffnete Familienzentrum Göppingen und den Familientreff in Uhingen.

Das DRK bietet auch Schülern und Jugendlichen Kurse an
Das DRK bietet auch Schülern und Jugendlichen Kurse an

Unerlässlich sei, die Zahl der aktiven Ehrenamtlichen zu erhöhen. Positives Ergebnis zweier Aktionstage im Göppinger Stauferpark: 30 neue Mitglieder. Die Zahl der Hauptamtlichen stieg 2009 um 26 auf 170 – die der Ehrenamtlichen von 894 auf 1.182.

Eine wichtige Aufgabe sieht Hofelich darin, neue Fördermitglieder zu gewinnen, die die Arbeit des DRK finanziell unterstützen. Kreisgeschäftsführer Alexander Sparhuber stellte dar, wo neue Aufgaben übernommen wurden. So engagiert sich das DRK Göppingen in der Sprachförderung junger Migranten. Es übernahm die Trägerschaft des Integrationsfachdienstes: 232 kranke und behinderte Menschen seien betreut, 76 Arbeitsplätze gesichert, 15 Arbeitsverhältnisse und 43 Praktika vermittelt worden. Im Seniorenzentrum Hattenhofen waren durchschnittlich 32 von 37 Pflegeplätzen belegt. Die Jugendsanitätsgruppen sollen nach einjähriger Probephase dauerhaft etabliert werden. Zu den Gruppen „der ersten Stunde“ in Böhmenkirch, Hattenhofen und Heiningen kam eine weitere in Schlierbach dazu.

Auch vom Rettungsdienst gebe es Positives zu vermelden, sagte Sparhuber: 2010 werde die Wache Göppingen für über 400.000 Euro modernisiert. Sparhuber verwies auf die Einsatzzahlen des Rettungsdienstes: Die Mitarbeiter seien bei 9300 Notfällen ausgerückt, hätten bei 4.900 Einsätzen den Notarzt unterstützt und 16.800-mal kranke Menschen transportiert. Statistisch gesehen sei 2009 jeder zehnte Einwohner des Landkreises medizinisch betreut worden.

Große Schwierigkeiten befürchtet Sparhuber durch die Verkürzung des Grundwehrdienstes: „Der Zeitaufwand für die Ausbildung der jungen Männer steht nicht mehr in einem vernünftigen Verhältnis zur verbleibenden Dienstzeit.“

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