Sie sind hier: Veröffentlichungen / Archiv / Presse / 2010 / NWZ / NWZ, 10.07.2010

NWZ, 10.07.2010

Ballonfahrt dank Blutspende

Gelungene Aktion des DRK in Heiningen

Mit der Aussicht auf einen Preis, versuchte der DRK-Ortsverein Heiningen-Eschenbach, mehr Menschen zur Blutspendeaktion zu locken.

Heiningen
- Erfahrungen vergangener Jahre haben gezeigt, dass mit steigenden Temperaturen die Bereitschaft, Blut zu spenden, sinkt. Während der Fußball-WM 2006 wurden Blutvorräte knapp. „Da einzelne Blutbestandteile nur fünf Tage haltbar sind, sind regelmäßige Spendetermine notwendig“, sagt Melanie Thumm, die Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Heiningen-Eschenbach.

In Heiningen spendeten die Menschen am 7.7. eifrig Blut. Nach jedem 77. wurde eine Ballonfahrt verlost.
In Heiningen spendeten die Menschen am 7.7. eifrig Blut. Nach jedem 77. wurde eine Ballonfahrt verlost.

Sie kam auf den Gedanken, mit einer Preisverlosungsaktion die Spendenbereitschaft anzukurbeln.

Der Termin 7.7. bot sich an, die Aktion unter das Motto „Vision 777“ zu stellen. Nach jedem siebten Spender sollte eine Eintrittskarte fürs Voralbbad, nach jedem 77. eine Ballonfahrt verlost werden. Nach dem 777. sollte es sogar einen Reisegutschein geben, doch diese Vision war bei einem durchschnittlichen Spenderaufkommen von 300 Menschen sehr hoch angesetzt.

„Hurra“, rief Stefanie Nuding aus Süßen, die soeben eine Freibad-Eintrittskarte gewonnen hatte. Sie findet die Aktion gut. Gerlinde Schneck, die gerade am Tropf hängt, meint: „Wenn ich was gewinne, nehme ich es dankbar an, aber deshalb bin ich nicht gekommen. Ich gehe auch ohne Anreiz zum Blutspenden.“

Annette Panitz will nichts gewin-nen: „Ich gehe zum Spenden, weil ich es für sinnvoll halte“, erklärt sie. „Eine Gewinnaussicht ist für mich kein Beweggrund, und ich glaube auch nicht, dass deswegen mehr Leute kommen.“ „I wär’ sowieso komma“, erklärt auch ein Herr im roten T-Shirt, der gerade zum 60. Mal gespendet hat. „Aber wenn an den Spenden so gut verdient wird, können sie auch mal was zurückgeben.“

Bürgermeister Norbert Aufrecht, der ebenfalls zum „Abzapfen“ gekommen ist, hält die Aktion für eine gute Sache: „Die Gemeinde hat das mit 100 Eintrittskarten unterstützt, und wenn es dazu beiträgt, dass mehr Menschen auf die Blutspende aufmerksam werden, machen wir das gerne wieder. Der Ortsverein ist innovativ und lässt sich was einfallen.“

Übrigens: Die 777er-Marke wurde an diesem Tage nicht geknackt. Einige Ballonfahrten wurden hingegen verlost.

zum Seitenanfang