„Großeinsatz“ in Göppingen
Jugendrotkreuz kämpft beim Landeswettbewerb um Punkte
Nach dem Landeswettbewerb des Jugendrotkreuzes betreuten fast 90 Helfer des DRK-Kreisverbands Göppingen die Teilnehmer des Wettkampfes – eine logistische und organisatorische Herausforderung.
Göppingen - Zwei Paletten Sprudel und zwei Paletten Apfelsaftschorle – JRK-Leiter Rainer Kienzle und seine Helfer hatten bei den heißen Temperaturen mit bis zu 36 Grad vorgesorgt und eine Menge an Getränken besorgt. Die Teilnehmer des JRK-Landeswettbewerbs dankten es den Göppingern, indem sie alle 3.200 Flaschen leerten. Gut, dass durch die Göppinger Fußgängerzone ein Wasserlauf fließt, in dem man Wasserflaschen und müde Beine kühlen kann.
Bei ihren Wettkämpfen kamen die rund 160 Teilnehmer aus ganz Baden-Württemberg ganz schön ins Schwitzen:

- Auch das Schminken von Wunden war Teil der Aufgaben
An zehn Stationen, die in der Unteren und Oberen Marktstraße, auf dem Marktplatz und am Foggia-Platz aufgebaut waren, mussten die 13- bis 27-Jährigen ihre Kenntnisse in Erster Hilfe, Rotkreuzwissen, im sozialen und musisch-kulturellen Bereich sowie im Sport beweisen. Wer die meisten Punkte holte, darf im Herbst beim Bundeswettbewerb antreten. So galt es unter anderem, auf dem Marktplatz Kisten zu stapeln – unter den neugierigen Blicken der Passanten und der Betreuung der Bergwacht Göppingen und der Göppinger Feuerwehr.
Highlight war für die meisten sicherlich die Erste-Hilfe-Station, bei der es galt, zwei „Verletzte“ zu schminken und anschließend zu versorgen.
Zwei Gruppen arbeiteten gleichzeitig und tauschten nachher ihre Darsteller aus – eine Neuerung bei den Wettkämpfen. „Indem man mit fremden Mimen arbeitet, die man nicht aus der eigenen Gruppe kennt, wird das Ganze realistischer“, erklärte Rainer Kienzle. Wie im wirklichen Einsatz lief die Aufgabe dann auch weiter: Die Jugendlichen mussten die beiden Verletzten – mit Gehirnerschütterung, Platz- und Schürfwunden sowie einem Herz-Kreislauf-Stillstand – fachmännisch versorgen und anschließend die Leitstelle alarmieren. Damit war die Aufgabe aber nicht, wie sonst üblich, beendet. Die Teilnehmer hatten nämlich echte Leitstellenmitarbeiter am Telefon, denen sie die Verletzungen genau schildern mussten. Zudem wurde ein Rettungswagen ausgeschickt, an den die Gruppen ihre Verletzten übergeben mussten. Genau beobachtet wurden sie dabei, wie bei allen anderen Aufgaben auch, von Schiedsrichtern.

