100 Anwohner müssen Häuser verlassen
Göppingen - Wegen des Brandes in den Holzheimer Lebenshilfe-Werkstätten mussten etwa 100 Bewohner angrenzender Wohnhäuser die Nacht bei Verwandten, Freunden oder in einer Notunterkunft verbringen. Während des Brandes hatten Feuerwehr und Polizei die Bewohner des benachbarten siebenstöckigen Hochhauses und eines weiteren Wohnblocks, die nicht schon ohnehin ins Freie gegangen waren, zum Verlassen der Wohnungen aufgefordert. Im Laufe des Einsatzes habe sich der Rauch immer mehr in Bodennähe ausgebreitet. Außerdem drehte der Wind, sodass das Hochhaus voll im Rauch stand, erklärte Kreisbrandmeister Michael Reick. „Die Gefahr einer Vergiftung im Schlaf wäre zu groß gewesen.“
Das Rote Kreuz hatte in der Auhalle eine Notunterkunft eingerichtet, als klar war, dass die Menschen nicht vor dem Morgen in die Häuser zurückkehren können. Viele, die zunächst in zwei bereitgestellten Bussen ausgeharrt hatten, fanden eine Bleibe bei Freunden oder Verwandten. Etwa 20 seien aber über Nacht in der Turnhalle geblieben. Darunter waren auch Hans Pidstawski (54) und Marlies Engel (43). Sie hatten von ihrem Balkon im sechsten Stock aus beobachtet, wie sich das Feuer „irsinnig schnell“ ausbreitete und einige ihrer Mitbewohner benachrichtigt. Später waren sie in die Auhalle gebracht worden. Die Betreuung durch das Rote Kreuz sei sehr gut gewesen, loben sie.

