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NWZ, 04.02.2010

Rettungshunde suchen ein neues Zuhause

Helfer brauchen Hilfe: Für Ende des Jahres suchen Rotkreuzler eine neue Unterkunft

Die DRK-Rettungshundestaffel Göppingen ist in einer schwierigen Lage: Sie sucht dringend einen neuen Übungsplatz mit Gebäude, um weiterhin ihre Hunde auszubilden und somit Menschen das Leben zu retten.

Göppingen
- Bereits seit 1978 besteht die Rettungshundestaffel im DRK-Kreisverband Göppingen, die damals von einigen engagierten Hundesportlern gegründet wurde. Seit 2002 trainiert das Team auf dem abgelegenen Gelände zwischen Ottenbach und Schlat.

Noch trainiert die Rettungshundestaffel in Schlat
Noch trainiert die Rettungshundestaffel in Schlat

Das Areal und das darauf stehende Quartier gehörte lange Zeit der Firma Leonhard Weiss, die es der Hundestaffel günstig vermietete, bis das Unternehmen AMF es übernahm. Die Staffel muss bis Ende des Jahres ausziehen, da AMF die Fläche und das Gebäude, das die Hundehalter für ihre Zwecke hergerichtet hatten, nun für eigene Vorhaben benötigt. Jetzt ist das Team auf der Suche nach einer neuen Übungsstätte.

Die neue Unterbringung solle zentral im Kreis Göppingen liegen. Am besten sei die Gegend um Schlat, Süßen und Eislingen, da viele der Mitglieder aus dieser Gegend kommen. „Außerdem stehen unsere Einsatzfahrzeuge bei der Klinik am Eichert“, erklärt Heidi Stehle, Bereitschaftsleiterin der DRK-Rettungshundestaffel Göppingen. Eine neue Unterbringung sei aber leider noch nicht in Sicht, erzählt die 50-Jährige. „Wenn wir keinen Ersatz finden, haben wir ein riesengroßes Problem. Ich habe keine Ahnung wie es dann weitergehen soll.“

Die Rettungshundestaffel besteht aus zirka 25 Mitgliedern. Diese treffen sich zweimal pro Woche für je vier Stunden. Finanziert wird die Staffel hauptsächlich durch Spenden. Bei Hundevorführungen wird gesammelt. Nur die Einsatzkleidung wird vom Roten Kreuz gestellt.

Die ausgebildeten Hunde werden etwa 15 Mal im Jahr für Suchaktionen eingesetzt. Die Polizei gibt diese Einsätze an die Leitstelle Göppingen weiter, die wiederum die Rettungshundestaffeln alarmiert. Der Hund ist bei solchen Aktionen sehr gefragt, da er mit seiner Spürnase dem Menschen einiges voraus hat. Zudem findet Personenrettung oft nachts statt. In der Dunkelheit ist der Hund mit seinem Geruchssinn dem menschlichen Auge überlegen. Ihr Können bewiesen die Mitglieder und deren Hunde schon mehrmals bei ihren Einsätzen. Eines ihrer Erfolgserlebnisse: Eine ältere Frau wollte mittags das Grab ihres Mannes besuchen, kam jedoch nicht wieder nach Hause. Nachdem die DRK-Rettungshundestaffel früh morgens benachrichtigt worden war, machte sie sich mit ihren ausgebildeten Rettungshunden auf die Suche. Mit Erfolg: Nach kurzer Zeit wurde die vermisste Frau von der Rettungshundestaffel gefunden. Die Vermisste war orientierungslos herumgeirrt. Dank des DRK konnte sie unversehrt ihren Angehörigen übergeben werden.

Um auch in Zukunft weiter ihre Einsätze trainieren zu können, brauchen die Hundehalter bald ein Gebäude mit einem Gruppenraum, einer Küche, Toiletten wie auch einem Lagerraum für die Übungsutensilien und Geräte. Ungefähr 100 Quadratmeter wären optimal. Die Räumlichkeiten sollten im Großraum Göppingen liegen, bevorzugt in Ortsrandlage. Auch ein Industriegebiet, idealerweise mit einem Hof oder Garten, wäre geeignet. Tipps nimmt DRK-Kreisgeschäftsführer Alexander Sparhuber (0 71 61) 67 39-13 entgegen.

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