Hilfe für den Familientreff
In Uhingen bekommen ehrenamtliche Helfer Geld für Spielgerät und Möbel
Bereits nach einigen Wochen erfreut sich der Uhinger Familientreff großer Beliebtheit. Leider fehlt Mobiliar sowie Spielmaterial. Um dies zu ändern, will die NWZ-Aktion „Guten Taten“ einspringen.
Uhingen - Entspannt sitzen mehrere Mamas und ein Vater am Frühstückstisch, während sich die ehrenamtlichen „Kindermädchen“ liebevoll um den Nachwuchs kümmern. Heute sind fast alle kleinen Besucher im Wickelalter, und insofern herrscht fröhliches Krabbelfeeling in kuscheliger Tieflage.

- Beim Familientreffen ist für jeden was dabei
Die Kleinkinderbetreuung im Uhinger Familientreff ist eine ergänzende Einrichtung eines Modellprojekts des Landkreises, das zuerst im Frühjahr 2006 in Göppingen, Salach und Ebersbach startete. Nach einer zweijährigen Anlaufphase beschloss der Jugendhilfeausschuss, noch weitere Standorte - darunter auch Uhingen - ins Leben zu rufen. Somit ist der neue Familientreff im Uhinger Berchtoldshof gleichfalls ein weiterer Baustein im Engagement des Deutschen Roten Kreuzes.
Während der Landkreis Personalkosten übernimmt und die Stadt Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, kümmert sich das Rote Kreuz in erster Linie um die Präsenz der sorgfältig ausgesuchten Mitarbeiter. Die lebendige Anlaufstelle für Mütter, Väter, Kinder oder Alleinstehende aller Kulturen bietet neben Abwechslung im Alltag die ungezwungene Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und vermittelt überdies von geschulten Fachkräften „Erste Hilfe“ in Erziehung, Partnerschaft sowie allgemeinen Lebensfragen. „Vor allem neu zugezogene Familien verlieren hier ihre Berührungsängste und erhalten infolge des gegenseitigen Austauschs oftmals unbürokratisch gute Tipps“, hofft Irmela Schmidt, die im Familientreff in Ebersbach die Fäden in der Hand hält.
Dort hat sich die Einrichtung inzwischen so etabliert, dass bei jedem Treffen um die 50 Leute kommen, freut sich die Diplomsozialpädagogin. Um nicht jedes Mal das halbe Inventar von Ebersbach nach Uhingen mitzuschleppen, wünscht sich die Fachfrau zur Frühförderung der Grob- und Feinmotorik für den Familientreff im Berchtoldshof eigenes psychomotorisches Spielmaterial. „Auch Tische, Stühle, große Matten sowie ein Schrank werden hier dringend benötigt“, fügt ihre Kollegin, Berufsschulpädagogin Ayla Cataltepe, hinzu, die zudem als Mentorin für integrierte Sprachförderung und Vermittlerin zwischen den Kulturen fungiert.
Zur besseren Schulung der Motorik sollen Kugelbahn, Steckspiele, Holzpuzzle, Bilderbücher und verschiedene Musikinstrumente angeschafft werden. Hierzu bekommen die ehrenamtlichen Mitarbeiter 5000 Euro aus dem Spendentopf der NWZ-Aktion „Guten Taten“.
Bei den sechs unentgeltlich arbeitenden Helferinnen des Familientreffs soll das Zusammengehörigkeitsgefühl untereinander ebenfalls gefördert werden. Als kleine Anerkennung ist da ein Ausflug, Theaterbesuch oder Ähnliches geplant. Immerhin erhalten die fleißigen Mitarbeiter für ihren wöchentlichen Einsatz nicht einmal eine Aufwandsentschädigung. „Und die machen das richtig gut“, finden Susanne Maier und Nicole Widmaier, die mit Immanuel, Tian und Lenn sehr gerne hierher in den Familientreff Uhingen kommen.

