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NWZ, 01.03.2010

Vorreiterrolle gespielt

Viel Lob bei Einweihung des neuen DRK-Familienzentrums

Vor sieben Wochen ist das neue DRK-Familienzentrum in der Göppinger Innenstadt an den Start gegangen. Am vergangenen Freitag wurden die kindgerechten Räume offiziell eingeweiht.

Göppingen
- Helle, großzügige, freundliche und kindgerechte Räume, so präsentiert sich das DRK-Familienzentrum in Göppingen in der Geislinger Straße 31. „Es ist ein Wunsch in Erfüllung gegangen“, sagte DRK-Kreisvorsitzender Peter Hofelich bei der Einweihung.

Schon im Jahr 2005 hat der DRK-Kreisverband begonnen, neue Ideen für die Weiterentwicklung des bisherigen Portfolios zu sammeln. Als Rettungs- und Sozialorganisation kann das DRK viele Gebiete beackern.

Kindergerechte und freundliche Räume
Kindergerechte und freundliche Räume

Das Ergebnis der Ideensammlung war, dass die Jugendarbeit, die bisher schon betrieben wurde, weiter entwickelt und ausgebaut werden soll. Die Einrichtung eines Tafelladens stand ebenso zu Debatte, wie die Kinderbetreuung, in die jetzt mit dem Göppinger Familienzentrum der Einstieg gewagt wurde. Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist für das Rote Kreuz kein Neuland, Kurse für Eltern, Mutter- Kind-Gruppen oder Babymassage, um nur einige zu nennen, sind schon lange im Angebot.

Auch an Familientreffs ist das DRK bereits beteiligt. Insgesamt 30 Kinder von acht Monaten bis sechs Jahre können in zwei Gruppen jetzt betreut werden, 21 spielen schon in den neuen Räumlichkeiten. „Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Göppingen“, betonte Hofelich. Die erste Etage des Gebäudes, wo früher Spielwaren verkauft wurden, wurde in den Rohbauzustand zurück versetzt, zusätzliche Fenster wurden eingebaut. Mit Schallschutzmaßnahmen und warmen Farben wurde eine behagliche, kindgerechte Atmosphäre geschaffen. Für den Flur, Kreativ-, Gruppen- und Ruheräume, den Essbereich mit Küche und einen Mehrzweckraum stehen rund 400 Quadratmeter zur Verfügung. Die Gesamtkosten liegen bei 545.000 Euro. Mit 48.000 Euro ist der DRK-Kreisverband im Boot, mit 192.000 Euro hat sich die Stadt beteiligt. „Regio-Pädagogik und Bildungsangebote für Familien“, so beschreibt Hofelich das Angebot im Familienzentrum.

„Die Stadt begrüßt den Einstieg des Roten Kreuzes in die Kinderbetreuung ganz besonders“, betonte Bürgermeister Jürgen Lämmle. Ein weiterer Anbieter sei eine Bereicherung für die bisherige Trägerlandschaft, die Zusammenarbeit äußerst unkompliziert. Wolfgang Haalboom, Vizepräsident des DRK-Landesverbandes, bescheinigte dem Kreisverband Göppingen eine Vorreiterrolle. „Zukunfts- und bedarfsorientiert“ bezeichnete Haalboom das Projekt. Der DRK-Grundsatz der Menschlichkeit sei mit der Eröffnung des Familienzentrums weiter in den Mittelpunkt gerückt. Er betonte die besondere Funktion und Wichtigkeit der Familie in der Gesellschaft.

Mittlerweile kommen jeden Tag 21 Kinder ins Familienzentrum. „Zehn verschiedene Nationalitäten unter einem Dach“, erklärte Leiterin Silke Kargl. Nachdem der Betrieb jetzt seit rund sieben Wochen läuft, denkt sie mit ihren sieben Kolleginnen schon weiter und möchte demnächst die Entwicklung von Bildungsangeboten anpacken. DRK-Kreisgeschäftsführer Alexander Sparhuber lobte nicht nur die Zusammenarbeit mit der Stadt, sondern auch die Architekten, die den knappen Zeitrahmen und die Kostenvorgabe eingehalten haben. Gestern konnten sich die Bürger beim Tag der offenen Tür im neuen DRK-Familienzentrum umschauen.

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