Jugendsanitäter beim Neujahrsempfang
Rotes Kreuz Göppingen schickt fünf Nachwuchskräfte nach Stuttgart – Besonderes Erlebnis
Fünf Jugendsanitäter aus dem Kreis Göppingen präsentierten die Nachwuchsarbeit des DRK-Kreisverbandes Göppingen beim Neujahrsempfang der Landesregierung in Stuttgart.
Kreis Göppingen - Großer Auftritt für einige Jugendrotkreuzler in Stuttgart. Vor der versammelten Politprominenz des Landes präsentierten sie sich und ihre Arbeit.
Drei Fahrzeuge des Roten Kreuzes starteten von Hattenhofen Richtung Stuttgart. Sabrina, Benedikt, Janine, Yanik und Marcel waren mit den Betreuern Marc und Matthias auf dem Weg ins Neue Schloss – zum Neujahrsempfang der Landesregierung.

- Im Neuen Schloss hatten die Jugendrotkreuzler ihre Präsentation aufgebaut.
Christian Striso fuhr den Gerätewagen der Schnelleinsatzgruppe Geislingen. Zelte, Tragen und allerlei Ausrüstung hatten sie vorher sorgfältig eingepackt. Rainer Kienzle, Leiter des Jugendrotkreuz im Kreisverband, war vom Landesverband gebeten worden, die einzigartige Nachwuchsarbeit vorzustellen, erklärt das DRK in einer Pressemitteilung.
Vor eineinhalb Jahren startete der Kreisverband das Pilotprojekt „Jugendsanitäter“. Seit einem halben Jahr ist es offiziell eingeführt und von vielen Seiten mit Lob bedacht: Jugendliche werden in einer zweijährigen Ausbildung zu Jugendsanitätern ausgebildet und damit an die DRK-Arbeit fachkundig und jugendgerecht herangeführt.
Der Landesverband des Roten Kreuzes will das Göppinger Modell künftig zur Nachahmung weiterempfehlen. Da liegt es nahe, dass die Jugendlichen zwischen 14 und 16 selbst zeigen, was sie können. Die Hattenhofer präsentierten stellvertretend für ihre Kollegen im Kreis ihre Ausbildung und erlebten dabei einen wirklich besonderen Tag.
Im Schlosshof bauten die Mädchen und Jungs zügig ein Verpflegungszelt für alle Helfenden auf. „Tee, Punsch und Saitenwürstchen für Alle“ lautete der Auftrag. Die Jugendsanitätsarbeit stellten sie gleich daneben mit einer „Vierer-Ablage“ im schützenden Zelt vor. Vier Tragen, jede Menge Decken, ein Sauerstoffgerät mit vier Abzweigungen, eine umfangreiche Medikamenten-Box, ein fester Behälter für Infusionslösungen und sinnvoll dazugehörendes Material wurden aufgebaut. Hier könnten im Notfall vier Verletzte medizinisch versorgt werden, bis sie ins Krankenhaus gebracht werden würden.
An Bilder-Tafeln zeigten Sabrina, Janine, Benedikt, Yanik und Marcel die unterschiedlichen Aktivitäten der Jugendgruppen.
Zwischen lodernden Schwedenfeuern präsentierte sich auch Jugendliche anderer Hilfsorganisationen. Bergwacht, Rettungshundestaffel, Feuerwehr, DLRG und sogar Fahnenschwinger waren eingeladen. Schnell kamen die Hattenhofer Rotkreuzler ins Gespräch, heißt es in der Mitteilung. Schon vor dem offiziellen Beginn des Empfangs spazierte Prominenz aus Politik, Kultur, Sport und Wirtschaft vorbei. Der designierte EU-Energie-Kommissar Günther Oettinger und Innenminister Heribert Rech waren nicht die einzigen, die sich etwas erklären ließen und anerkennend auf Schultern klopften.
Und dann hieß es: „Rein ins Vergnügen“. Gemeinsam tummelten sich die Jugendlichen nach dem Abbau ihrer Präsentation erst am Büffet, um dann – erst ein wenig scheu, dann neugierig souverän – zwischen all den prominenten Gästen die verschiedenen Darbietungen zu bestaunen. „Von wegen Langeweile bei offiziellen Anlässen“, sagte der Jugendrotkreuzleiter Rainer Kienzle lachend.

