Sie sind hier: Veröffentlichungen / Aktuelles / Sanitätsausbildung 2017

Sanitätsausbildung

Engagierter Nachwuchs fürs Ehrenamt

Seit Mitte November wird der DRK-Kreisverband bei seinen vielfältigen Einsätzen von weiteren Sanitätshelfern unterstützt. Auch das Jugendrotkreuz freut sich über eine Verstärkung.

Die neuen Sanitätshelfer.

Es wuselt im gesamten Göppinger DRK-Zentrum. An diesem verregneten Samstag im November trainieren etwa ein Dutzend Kinder und Jugendliche und ebenso viele Erwachsene gemeinsam für die Sanitätsprüfung am kommenden Tag.

Die angehenden Sanitätshelfer und der Nachwuchs für das Jugendrotkreuz haben sich bereits mehrfach mit ihren erfahrenen Ausbilderinnen und Ausbildern getroffen und bekommen jetzt letzte Unterweisungen und können so der Prüfung gelassen entgegensehen.

Tabea, angehende Jugendrotkreuzlerin, spricht beruhigend auf Sarah ein. Die mimt eine Verletzte, die sich nach einem Sturz vor Baum die Wirbelsäule verletzt hat. Sach- und fachgerecht versorgt, wird sie vorsichtig auf eine Vakuummatratze gelegt und könnte so in die nächste Klinik transportiert werden.

Deaa Gahlia hat einem Verletzten einen Druckverband angelegt. Der hatte eine stark blutende Wunde. Jetzt kontrolliert er den Puls. „Er ist schwer fassbar, aber regelmäßig“, sagt Deaa Ghalia von der Bereitschaft Hattenhofen. „Wir haben den Rettungsdienst bereits gerufen“, so der junge Syrer weiter. Unterstützt wird er von seinem Freund Kusai Alkurt, der das entsprechende Verbandsmaterial herausgesucht hatte. Beide sind seit einem Jahr beim DRK. „Wir möchten kranken Menschen helfen“, bekräftigen sie. Und: „Der Krieg in unserer Heimat hat uns bewusst gemacht, wie wichtig es ist, helfen zu können“.

Die neuen Jugendsanitäter.

Auch Cora, Sarah und Viktoria sind schon sehr routiniert. Sie kamen über die Familie oder durch Freunde zum Jugendrotkreuz und „möchten Menschen helfen“. „Die Ausbildung ist anstrengend“, sagt die 16-jährige Viktoria. Sie hat zudem „Angst vor der Prüfung“. Sarah hat an diesem Samstag noch einmal geübt, „Verbände zu machen und Menschen nach einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt zu versorgen“. Sie kann jetzt auch nach einem Unfall einer Motorradfahrerin oder einem Motorradfahrer den Helm professionell abnehmen. Die 13-jährige Cora hat einen Arm mit einem Sam-Splint stabilisiert. Dann kommt das Mittagessen und alle freuen sich auf Fleischkühle mit Kartoffelgratin oder einen vegetarischen Gemüsereis.

„Die Ausbildung der Jugendrotkreuzler begann bereits in den Herbstferien“, erklärt Rüdiger Trautmann. Vier Tage lang „wurden sie intensiv ausgebildet“. Die Ausbildung gemeinsam mit den Sanitätshelfern ergebe Synergieeffekte. Außerdem lernen sich alle bereits frühzeitig kennen. Das sei wichtig. Denn dann funktioniere die Zusammenarbeit bei späteren Einsätzen reibungsloser. „Wir beziehen bereits frühzeitig das Jugendrotkreuz in die Sanitätsdienste ein“, ergänzt Raimund Matosic.

Am Ende hatten sich alle gut vorbereitet und die Prüfung erfolgreich bestanden.

Die DRK-Bereitschaften werden deshalb künftig verstärkt von Kusai Alkurt, Anika Fink, Jasmin Fuhrmann, Deaa Ghalia, Jochen Grothe, Kerstin Kegel, Ahmed Laham, Niklas Maichl, Laura Melissano, Alexander Skarke, Amelie Ulrich und Tabea Weber.

Das Jugendrotkreuz freut sich über die Unterstützung durch die ausgebildeten Jugendsanitäter Justin Blessing, Katja Canek, Sarah Federsen, Cora Gerberich, Svenja Greiner, Mia Junginger, Lisa-Marie Laschitsch-Greiner, Jasmin Ludwig, Jennifer Ortwein, Marco Philipp, Bjorn Ristl und Viktoria Ristl.

zum Seitenanfang

 

Helfer gesucht!

Unterstützen Sie uns – werden Sie Teil unseres Teams!