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Ausbildung

Nachwuchs für das DRK

Das DRK bildet in ganz unterschiedlichen Bereichen aus. Ob beim Rettungsdienst, im Familienzentrum oder beim Ambulanten Pflegedienst – der Nachwuchs erhält eine fundierte Ausbildung und fühlt sich wohl.

Rettungsdienst

„Seit dem vergangenen Jahr laden wir alle neuen Auszubildenden über eine Woche lang zu einem intensiven Einführungsseminar ein“, erklärt Lehrrettungsassistent Stephan Nusser von der DRK-Rettungswache Göppingen. „So bildet sich ein Wir-Gefühl, entsteht eine Gruppe“, weiß der erfahrene Ausbilder. Die zwei Frauen und vier jungen Männer im Alter von 19 bis 26 Jahren erhielten ihre persönliche Schutzkleidung und Ausrüstung und konnten sich bei den Auszubildenden des zweiten und dritten Ausbildungsjahres, die an der Einführungswoche ebenfalls teilnahmen, erste Tipps für den Arbeitsalltag geben lassen. Sie lernten sich und ihre Kolleginnen und Kollegen in verschiedenen Szenarien, die sie in unterschiedlichen Umgebungen „durchspielten“, besser kennen. So mussten sie im „Escape-Room“ in Stuttgart gemeinsam als Team einen Mord lösen. Sie besichtigten die verschiedenen DRK-Rettungswachen im Landkreis und blickten in den Kliniken des Landkreises hinter die Kulissen. Auch ein Besuch der Integrierten Leitstelle gehörte dazu. Die künftigen Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter seilten sich mit der Unterstützung der DRK-Bergwacht Geislingen-Wiesensteig vom Jungfrauenfels ab und trafen erstmals ihren Klassenlehrer von der Berufsfachschule des Deutschen Roten Kreuzes in Ulm, die sie besichtigten.

Auch die Ausbilder nutzen die Zeit, die neuen Kollegen besser kennen zu lernen. „Wir sehen dann schon erste Stärken oder auch Schwächen und können so gut auf die neuen Auszubildenden zu- und eingehen. Es profitieren also beide Seiten von diesem Einführungsseminar. Es ist unglaublich wichtig und deshalb investiert der DRK-Kreisverband auch so viel Geld dafür“.

Völlig ungeplant nahmen die Auszubildenden dann auch noch an einem Einsatz teil. „Benjamin Brodbeck und ich wurden als Einsatzleiter zum Brand eines Altenheimes in Ebersbach gerufen. Die Auszubildenden begleiteten uns kurzerhand und konnten die Arbeit des Rettungs- und Sanitätsdienstes in solchen Einsatzfällen aus sicherer Entfernung vom Einsatzleitwagen der Bereitschaft Eislingen aus beobachten“.

Familienzentrum

Bunte Bilder an den Wänden, fröhliches Spielen und dazwischen Erzieherinnen, die sich nicht nur um die Kinder kümmern, die im Göppinger DRK-Familienzentrum betreut werden. Sie bilden auch den eigenen Nachwuchs aus. Fabienne Häußler macht „eine praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin“, berichtet die 19-Jährige. Dies bedeutet: Sie lernt drei Tage lang die Theorie in der Justus-von-Liebig Schule und ist an zwei Tagen zur praktischen Ausbildung in der Einrichtung in der Geislinger Straße. Nach dem Abschluss der Realschule hatte sie zunächst über das DRK ein Freiwilliges Soziales Jahr im Göppinger Schulerburg-Kindergarten gemacht und dort mit Kindern mit einem Handikap gearbeitet. „In diese Richtung möchte ich auf jeden Fall in Zukunft arbeiten“, bekräftigt die sympathische junge Frau. Auf besonderes Fingerspitzengefühl kommt es auch im Familienzentrum an. Kinder aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen begegnen sich hier. „Es ist anspruchsvoll, mit ihnen zu arbeiten“, ist die Erfahrung der Göppingerin nach wenigen Wochen. Auch Bärbel Diez weiß: „Jeder Tag ist anders. Das ist aber auch ein besonderer Reiz“. Sie macht eine Ausbildung zur Kinderpflegerin in der DRK-Einrichtung. „Das Lächeln der Kinder jeden Morgen ist die Bestätigung: Hier bin ich richtig, hier gehöre ich her“, sagt die 24-Jährige. Sie macht gerade nach einer zweijährigen schulischen Ausbildung, die von mehreren Praxisblöcken unterbrochen war, ihr Anerkennungsjahr im DRK-Familienzentrum. Sie wie auch Fabienne Häußler hatten sich bei mehreren Trägern um einen Ausbildungsplatz beworben. Dabei machten sie eine unangenehme Erfahrung: Viele Ausbildungsbetriebe nahmen sehr spät Kontakt auf oder meldeten sich gar nicht. Das DRK-Familienzentrum war die große Ausnahme: „Hier ging alles sehr schnell“, freuen sich die beiden. Nach einem Vorstellungsgespräch und einem Probearbeitstag stand deshalb einem Ausbildungsvertrag nichts mehr im Wege.

Ambulanter Pflegedienst

Auch beim Ambulanten Pflegedienst des Kreisverbandes wird der Nachwuchs ausgebildet. Angelika Fuchs und Marco Haueisen begannen im Herbst ihre Ausbildung. Nach einem Jahr werden sie ihre Prüfung zur Altenpflegehelferin, zum Altenpflegehelfer ablegen und dann wird entschieden, ob sie eine weitere zweijährige Ausbildung zur Altenpflegefachkraft absolvieren. Angelika Fuchs hatte über viele Jahre hinweg im Thermalbad in Bad Ditzenbach mit Reha-Patientinnen und Patienten zusammen gearbeitet. Von ihrer Tochter, die im DRK-Familienzentrum als Erzieherin arbeitet, erfuhr sie von der Möglichkeit, beim Ambulanten Pflegedienst des DRK eine Ausbildung zu machen. Sie bewarb sich, arbeitete zur Probe und freut sich, dass sie sich mit Mitte 40 beruflich noch einmal neu orientieren kann. Marco Haueisen hatte zunächst die Berufsfachschule für Metalltechnik besucht. Nach einem Bundesfreiwilligendienst beim DRK stand für ihn aber fest, dass hier seine berufliche Zukunft liegt. „Beim DRK wurde ich gut aufgenommen“, freut er sich. Gemeinsam mit Angelika Haueisen hat er zunächst sechs Wochen lang die Schulbank im „Diakonischen Institut für soziale Berufe“ gedrückt und dabei erste Einblicke in ihre neue Tätigkeit erhalten. „Wir lernten, einen Pflegeplan zu erstellen oder die Dekubitus-Prophylaxe“. Seit Anfang November sind sie mit den Fachkräften des Ambulanten Pflegedienstes unterwegs und begleiten sie bei den Hausbesuchen. „Wir werden durch die Fachkräfte eingewiesen und übernehmen pflegerische Aufgaben unter ihrer Anleitung. Erst wenn wir sicher sind, werden wir eigenverantwortlich arbeiten“, betonen die angehenden Altenpflegehelfenden. Gibt es Berührungsängste? „Im ersten Moment war es schwierig“, räumen beide ein. Und betonen gleichzeitig: „Es sind Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Sie freuen sich, wenn wir kommen“. An diesem Morgen hatte Angelika Fuchs „zum ersten Mal ein Gebiss in der Hand, das ich putzen musste. Ich dachte, das kann ich nicht, aber es ging ganz gut“.
Der Blick in ihre berufliche Zukunft ist rosig. Denn wenn sie Angelika Fuchs und Marco Haueisen ihre Prüfungen bestehen, werden sie auf jeden Fall übernommen werden. Dies gilt auch für Verena Böhm im zweiten und Natallia Spalteholz im dritten Ausbildungsjahr.

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