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DRK-Familienzentrum Göppingen

Mitten im Leben – zur Freude der Kinder

Zahlreiche Gäste und Besucher feierten die offizielle Eröffnung des neuen Familienzentrums in der Geislinger Straße. Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuz ist Träger des Zentrums, in dem Kinder unter Drei sich ebenso geborgen fühlen können wie Kindergartenkinder und Erwachsene.

Kaum im ersten Stock angelangt, steht man in einer anderen Welt. Fröhliches Gelb, ein paar markante Stellen in kraftvollem Rot und in den Ruhezonen beruhigendes Blau. Die klaren Farben und die Harmonie der Raumgestaltung umfangen Kinder und Erwachsene, noch bevor Begegnung stattfindet.

Bei der offiziellen Eröffnung des DRK-Familienzentrums in Göppingens Stadtmitte erleben mehr als 60 geladene Besucher aus der großen Rotkreuz-Familie, Politik, Verwaltung, Kirche und sozialen Einrichtungen die heimelige Atmosphäre - und fühlen sich sichtlich wohl.

Als Vorsitzender des Trägers, des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuz, begrüßt Peter Hofelich die Gäste. „Das Rote Kreuz ist Rettungsorganisation, aber auch soziale Institution mit langer Tradition“.

Geladene Gäste bestaunten das Familienzentrum ...
Geladene Gäste bestaunten das Familienzentrum ...

Darin sei die Motivation zu diesem Familienzentrum groß geworden. In einer beispielhaften Einrichtung in Ravensburg habe man sich kundig gemacht und entsprechende Entscheidungen gefällt. Zum Beispiel für die liebevolle Reggio-Pädagogik, bei der Kinder viel Entfaltungsspielraum für langsam gedeihende Selbständigkeit erfahren. „Zusätzlich zur Kinderbetreuung, auch der unter-drei-jährigen, sollen Veranstaltungen an den Abenden möglich sein“. So ist’s denn auch geworden und mitgeholfen habe vor allem die Stadt, die sich an der Finanzierung beteiligt hat und bei der in-nenstädtischen Liegenschaft vieles möglich mache. Dankbar über die partnerschaftliche Zusam-menarbeit betont Hofelich die Pionierrolle des Familienzentrums im DRK-Landesverband „zur Freu-de der Kinder!“

Ebenso erfreut über gute Zusammenarbeit zeigt sich Bürgermeister Jürgen Lämmle. Zwischen Jahnstraße und Marktplatz ergebe sich der größte Bedarf für einen Ort, an dem Eltern ihre Kinder gut betreut wissen.

... und unterhielten sich bei Häppchen und Sekt.
... und unterhielten sich bei Häppchen und Sekt.

Zwar sei nicht alles einfach gewesen, aber „zum Wohl der Kinder“ haben Stadt und DRK gemeinsam Wege gefunden. Augenzwinkernd erwähnt er dabei den „Spielplatz am Bächle“, der nun vom Familienzentrum mitgenutzt wird.

Der Vertreter des DRK-Landesverbandes, Wolfgang Haalboom, hob die zentrale Bedeutung der Familie für die Gesellschaft hervor. „Wir fühlen uns verpflichtet, Familien und Kindern Geborgenheit, Versorgung und Schutz anzubieten.“ Dem afrikanischen Spruch folgend „Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind zu erziehen“, ermuntert er, die Kleinfamilie nicht allein zu lassen und wünscht dem Familienzentrum „eine gute Dorfgemeinschaft“.

Dazu tragen nicht zuletzt die Gestalter der Wohlfühl-Räume bei, die Architektengemeinschaften Autenrieth & Jargon sowie Renate und Bernd Liebrich.

Artisten zeigten beim  Tag der offenen Tür ihr Können ...
Artisten zeigten beim Tag der offenen Tür ihr Können ...

Durch Erläuterungen von Renate Liebrich bemerkten viele Gäste immer mehr sinnvolle, liebevoll geplante Details, die es Kindern und Mitarbeiterinnen einfach macht, sich gut zu fühlen. Fenster, Schallschutz, Materialien, Farben, aber auch die überall erkennbare Multifunktionalität sind nur Beispiele aus dem großen Gestaltungsschatz, der von den beiden Architekturbüros „Hand in Hand“ geschaffen wurde. „Wir haben unseren Blickwinkel auf Kinderhöhe verändert“, lächelt die Architektin und bei der Raumbesichtigung nach den Grußworten sind einige Besucher begeistert staunend in Kniehöhe zu finden. Erkenntnisse über „Entfaltungsmöglichkeit und Lernen durch Bewegung“ haben die Gestalter ebenso geleitet, wie eigene Erfahrung mit Kindern. „Sauberkeit soll Spaß machen“, nennen sie ein Beispiel und schenken dem Familienzentrum eine leuchtende Sonne im großzügigen Duschbereich.

Silke Kargl, die Leiterin der Einrichtung, kann dem Lob und Stolz ihrer Vorredner erlebte Alltagsrealität hinzufügen. Fröhlich dankt sie für die „vielen wunderbar nützlichen Details“ und verweist auf Tagebuch und Fotos, „da können Sie selbst sehen, wie die Kinder das großzügige Raumangebot genießen und nutzen.“

... und die großen und kleinen Besucher konnten basteln.
... und die großen und kleinen Besucher konnten basteln.

Sie erzählt, dass sich derzeit 21 Kinder und Eltern aus zehn verschiedenen Nationen willkommen fühlen, dass jeden Morgen vergnügter Gesang in zehn Sprachen durch die hellen Räume schallt und dass viele Mütter den Treffpunkt schon nach wenigen Wochen zu schätzen gelernt haben. „Viele kommen, um zu reden, sich auszutauschen, sich Rat und Zuspruch zu holen und auch, um die deutsche Sprache zu üben“.

Ein größeres Kompliment kann das DRK-Familienzentrum nun wirklich nicht bekommen.

„Viele haben daran mitgearbeitet, dass diese Begegnungsstätte für Kinder und Familien möglich sein kann“, beendet Alexander Sparhuber, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, die Reden und wohlwollenden Grußworte. Dank gebühre dabei auch der Familie Graf, die als Vermieter der Räumlichkeiten ihren Teil zum Gelingen beigetragen habe. Mit Blumen bedankt sich Alexander Sparhuber noch ganz persönlich bei Frau Janis Heinrich, Frau Silke Kargl und Herrn Ralph Müller, ohne deren Wirken die Umsetzung der Idee Familienzentrum nicht hätte stattfinden können.

Auch am folgenden Tag der Offenen Tür wogt Begeisterung durch die Räume. Artisten des Kinder-zirkus Arcobaleo versetzen mit Diabolo, Hüpfseil und Akrobatik Erwachsene und Kinder in großes Staunen. Unzählige kleine und größere Kinder wuseln durch das Atelier, graben in der Sandkiste, schnuckeln sich in die Ruheräume und flitzen um die sagenhafte Duschecke herum, basteln Rettungswagen, Zaubertüten und freche Buttons. Andere lassen sich hingebungsvoll zu Prinzessinnen, Cowboys, Kätzchen und Bären schminken und sind fasziniert von der Möglichkeit, dass Erwachsene und kleine Kinder auf einer Höhe in der Küche werkeln können. Alle neun Mitarbeiterinnen des Familienzentrums sind ebenso freudig wie am Abend zuvor aufmerksam darauf bedacht, dass weder Essen noch Trinken fehlt und alle Fragen rundum beantwortet werden. Silke Kargl berichtet am Ende der beiden Eröffnungstage von vielen guten und interessanten Gesprächen.

Im DRK-Familienzentrum machen Begegnung und Miteinander offensichtlich große Freude.

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Ansprechpartner:
Silke Kargl

Silke Kargl
Leiterin Familienzentrum
Tel.: (0 71 61) 6 58 70 82
e-Mail

Spendenkonten:

48 000
Kreissparkasse Göppingen
BLZ 610 500 00

3 000
Volksbank Göppingen
BLZ 610 605 00