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Blutspende-Informationsveranstaltung

Blut ist keine Handelsware

Gemeinsam mit dem DRK-Kreisverband Göppingen lud der DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg – Hessen Fachreferenten und interessierte Bürger zu einer Informationsveran-staltung in die Göppinger Stadthalle. Nach informativen Vorträgen wurde rege die Möglich-keit genutzt, sich bei einem Imbiss auszutauschen und offene Fragen zu klären.

„Seit 1952 ist das Deutsche Rote Kreuz maßgeblich daran beteiligt, mit unentgeltlichen Blutspenden die Versorgung von Patienten sicher zu stellen.“ Nicht ohne Stolz erwähnt der stellvertretende Vor-sitzende des DRK-Kreisverbandes, Prof. Dr. Matthias Fischer in seiner Begrüßung die lange Tradi-tion des DRK-Blutspendedienstes.

Bei den Vorträgen der Referenten ...
Bei den Vorträgen der Referenten ...

Jeden Tag ermuntern 200 Blutspende-Teams im Land rund 15.000 Menschen, 500 Milliliter ihres Blutes zu spenden. Das kostbare Gut wird unter bester Betreuung entgegen genommen, sorgfältig geordnet, transportiert, weiter verarbeitet und sicher gelagert. „Blut ist keine Handelsware, darf es auch nicht werden“, betont Fischer und verweist auf den ethischen Kodex, dem die DRK-Blutspende folgt. „Blut zu spenden ist ein Akt der Nächstenliebe.“ Rückblickend verweist der Chefarzt der Klinik für Anästhesie am Eichert auf die erste Blutspende-Aktion im Kreis: August 1960 in Kuchen. Seitdem wurden 1.050 Spende-Aktionen im Kreis durchgeführt, die bis 2009 etwa 220.000 Blutkonserven ergeben haben. Mit dem Ausblick auf 40 weitere Termine in diesem Jahr dankte der Arzt, der selbst über Notarzt-Dienste zum Roten Kreuz gekommen ist, allen Spendern und Helfern, vorneweg den zahlreichen Ehrenamtlichen, ohne die das Spende-System nicht funktionieren könne.

Bürgermeister Jürgen Lämmle bekannte in seinem Grußwort „Auch ich gebe mein Blut her.“ Schmunzelnd erinnerte er sich an die Furcht vorm ersten Mal und verwies dann auf die Solidarität, die in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens so dringend notwendig sei.

... und die Gäste hörten interessiert zu.
... und die Gäste hörten interessiert zu.

„Einer gibt etwas, das andere dringend benötigen – das ist das Prinzip der Solidarität“. Auch Lämmle dankte „allen Spendern und jenen, die durch ihr Engagement Blutspende möglich machen.“

Bevor Dr. Lutz Zabel über die Bedeutung des Blutes für den menschlichen Körper informierte, sorg-te Moderator Peter Heimer im Publikum für anerkennendes Raunen: Weltweit würden 75 Millionen Blutspenden pro Jahr benötigt, „das Rote Kreuz und der Rote Halbmond bringen davon ganze 25 Millionen zusammen.“

Lutz Zabel, Chefarzt des Institutes für Laboratoriumsmedizin am Eichert erläuterte erfrischend an-schaulich die Aufgaben des Blutes, seine Bestandteile und Beschaffenheit. Durch gut verständlich aufgezeigte Zusammenhänge erfuhren die Besucher, warum Blut noch lange nicht sinnvoll künstlich hergestellt werden kann und wieso verschiedene Blutkomponenten unterschiedlich haltbar sind.

Der Ärztliche Direktor des Institutes für klinische Transfusionsmedizin und Immungenetik in Ulm, Prof. Hubert Schrezenmeier, begann seinen Vortrag über den Weg des Blutes vom Spender zum Empfänger mit einem Foto von 1876. Über unheimlich anmutende Schläuche floss Blut von einem gesunden zu einem kranken Menschen. Einleuchtende erläuterte der Mediziner den heutigen Ver-lauf der geschlossenen Transfusionskette, verwies auf höchste Sicherheitsstandards und immer weiter verbesserte Nutzungsmöglichkeiten des „besonderen Saftes“. Aufmerksam beantwortete er die vielen Fragen aus dem Publikum. Ganz gleich ob es um die Lagerfähigkeit des Blutes ging, um Anwendungsmöglichkeiten von Blutkonserven oder verschiedene Arten der Blutspende, Prof. Schrezenmeier hatte die Antwort parat. Er und seine Kollegen diskutierten auch beim anschließen-den Imbiss im Foyer mit Interessierten und erläuterten hier und dort Unklarheiten und Fragen.

Wer nicht schon längst Blut spendet, der wird es nach dieser Rundum-Information ganz bestimmt mit Freude tun.

 

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Ansprechpartner:

seng-straub

Sonja Seng-Straub
Leiterin Rotkreuzdienste
Tel.: (0 71 61) 67 39-23
e-Mail

Spendenkonten:

48 000
Kreissparkasse Göppingen
BLZ 610 500 00

3 000
Volksbank Göppingen
BLZ 610 605 00