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24-Stunden-Übung der Jugendsanitätsgruppe in Hattenhofen

Große 24-Stunden-Übung der DRK-Jugendsanitäter in Hattenhofen

16 Jugendliche haben bei einer rundum spannenden 24-Stunden-Übung in Hattenhofen gezeigt, was sie als Jugendsanitäter bereits gelernt haben. Teilweise gemeinsam mit der örtlichen Jugendfeuerwehr wurden sie von Alarm und Notrufen überrascht und bewältigten die Aufgaben mit Bravour.

Zum zweiten Mal organisierten ehrenamtliche Jugendleiter und Helfende des Deutschen Roten Kreuz (DRK) eine 24 Stunden dauernde Übung für die Jugendsanitätsgruppe Hattenhofen. „Sie wussten lediglich, dass sie etwas mit der Feuerwehr zusammen machen sollten“, schmunzelt Andreas Pfeifer, Leiter der DRK-Bereitschaft Hattenhofen.

Jugendsanitäter bei der Erstversorgung am Patienten
Jugendsanitäter bei der Erstversorgung am Patienten

Obwohl sie nur ahnten, aber nichts wussten, meldeten sich neun Mädchen und sieben Jungs zwischen zwölf und 17 Jahren voll Vorfreude an. Die Spannung stieg, selbst auf der Kommunikationsplattform facebook im Internet flogen vorfreudige Kommentare hin und her. Endlich war es soweit. Freitagabend 18 Uhr. Mit Isomatten, Schlafsäcken und fröhlicher Aufregung trudelten die 16 Jugendlichen im Bereitschaftshaus ein. Mit den Jugendleitern Matthias Kurz und Marc Buchberger, sowie Rebecca Lohmann, Markus Bofinger und Andreas Pfeiffer von der aktiven Bereitschaft überprüften sie die Fahrzeuge und das Material vor Ort. Ein Arzttruppwagen, zwei Notfallkrankenwagen und ein Mannschaftstransportwagen stehen ständig in Hattenhofen bereit, die Jugendlichen kennen sie von ihren Gruppentreffen und Übungen. „Alles pikobello und in Ordnung“, befanden sie und wollten zum unterhaltsamen Teil des Abends übergehen, da schrillte Alarm.

Sven Sieber fungierte als Leitstelle und meldete einen schweren Unfall: Ein Linienbus war mit einen PKW zusammengestoßen. Vermutlich elf verletzte und eingeklemmte Personen. Jetzt aber schnell, draußen tönten bereits die Signale der ausrückenden Feuerwehr.

Nachdem der Patient geborgen werden konnte, wurde er fachmännisch versorgt
Nachdem der Patient geborgen werden konnte, wurde er fachmännisch versorgt

Die Jugendlichen beider Rettungsorganisationen gaben alles, schafften Hand in Hand, bargen und versorgten die Verletzten. Katja Binder und die Jugendgruppe aus Schlierbach gaben ausgezeichnete Mimen, die blutend geschminkt die unterschiedlichsten Verletzungen anzeigten. Donnerwetter, das war nicht ohne. Viele Neugierige, die zur Unfallstelle geeilt waren, applaudierten. Wieder in der Bereitschaft angekommen, setzten sich alle ziemlich außer Puste zum Abendessen. Im Anschluss wurde es gleich noch mal interessant: Bei einer „Schnitzeljagd“ mit allen Fahrzeugen bekamen die Kids Koordinaten, die sie mithilfe von Karten und Orientierung real finden mussten. Und als man gerade in die Schlafsäcke kriechen wollte, schrillte schon wieder Alarm durchs Haus.

„Fehlalarm“, funkte Sven Sieber, als alle in die Wagen springen wollten und ein bisschen erleichtert wurde die Schutzkleidung wieder ausgezogen und ordentlich bereit gelegt. Ein bisschen Schlaf tat gut, denn schon um sechs Uhr früh riss der Gong alle aus den Schlafsäcken. Zwei Vermisste wurden gemeldet und in Suchketten durchforschten die Jugendlichen ein nahes Waldstück. Kaum war das wohlverdiente Frühstück beendet, gab es die unterschiedlichsten Notfälle in den Haushalten der Eltern. In kleinen Gruppen lösten die Jungs und Mädels alle Aufgaben ganz prima. Als um die Mittagszeit über Funk ein Brand in einem Betrieb gemeldet wurde, rasten die Jugendsanitäter, von den Jugendleitern und Helfenden gefahren, der Jugendfeuerwehr zur Seite. „Hervorragend gemeis-tert“, lautete das Urteil der Verantwortlichen und die Maultaschen mit Kartoffelsalat schmeckten nun ganz besonders lecker. Immer wieder jagte der Gong einzelne Gruppen zu Notrufen, bevor am Nachmittag das ganze Magazin und sämtliche Fahrzeuge gereinigt und aufgeräumt wurden.

Die Organisatoren der spannenden und lehrreichen Übung rund um die Uhr zeigen sich begeistert von der Freude und hohen Motivation der Jugendlichen. „Sie sind gut und entwickeln sich stetig weiter – solche Übungen zeigen ihren Erfolg sehr gut“, fasst Jugendleiter Matthias Kurz zusammen. In jedem Fall wollen die Verantwortlichen die große 24-Stunden-Übung in das regelmäßige Pro-gramm aufnehmen. Zur größten Freude der Kids, die zwar hundemüde, aber rundum glückstrahlend am Samstagabend nach Hause zurück kehrten.

Die 24-Stunden-Übung können Sie auch in Form einer Bildergalerie oder eines Films anschauen.

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