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Deutsch im Bahnhof

Migranten lernen Deutsch

Seit 2007 treffen sich Frauen unterschiedlichster Herkunft in den Räumlichkeiten des Bahnhofs mit dem Ziel ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Angeleitet dazu werden sie von den drei ehrenamtlichen Lehrkräften, die ehemals an verschiedenen Gymnasien unter anderem auch Sprachen unterrichteten.

Unter dem Eindruck, dass insbesondere Migrantinnen wenig Möglichkeiten besitzen, ihre in Sprachkursen erworbenen Kenntnisse anzuwenden und auszubauen, wenn sie nicht in der Berufswelt eine Anstellung finden, und auch um ihnen eine größere Selbstsicherheit zu geben, ihre Fähigkeiten in deutscher Sprache anzuwenden, hatten sich Christian Stock (DRK) und Joachim Scheufele-Leidig (Diakonie) von der Migrationsberatung für Erwachsene entschlossen, ein niedrigschwelliges, kostenloses Angebot ins Leben zu rufen.

Ein multikulturelles Frühstück mit den Teilnehmerinnen
Ein multikulturelles Frühstück mit den Teilnehmerinnen

Zunutzen kam dabei, dass für die EH Ausbildung zentrumsnah ein Schulungsraumsraum im Bahnhof angemietet wurde. Daher auch der Name des Angebots: „Deutsch im Bahnhof“ oder kurz: DIBA. Genutzt werden die Räume immer montags bis mittwochs von halb zehn bis halb zwölf.

Mit vielfältigen Themen werden die zwei Stunden auf kurzweilige Art verbracht. Solche Themen ergeben sich manchmal aus dem tagespolitischen Geschehen, führen über kulturgeschichtliche Themen hin zu Geschichten und Erlebnissen aus dem Lebensalltag der Frauen.

Dabei setzt sich die Frauengruppe aus den unterschiedlichsten Ethnien zusammen: Es nehmen Frauen aus Vietnam genauso teil wie Frauen aus Russland, verschiedenen Ländern Afrikas oder der Türkei. Die große Kunst für die Lehrer ist dabei, die unterschiedlichen Niveaus der Sprach-kenntnisse unter einen Hut zu bringen. Dass dies gelingt, zeigt sich in der Beständigkeit der Gruppe. Es hat sich auch gezeigt, dass neben der Einübung der Sprache auch noch der gemeinsame Treff und Austausch für die Frauen wichtig ist. Die Frauen treffen sich aber nicht nur im Bahnhof, sie erkunden auch hin und wieder bei Exkursionen die nähere und weitere Umgebung. So waren sie schon im Göppinger Kleinzoo, auf dem Markt einkaufen und im Museum Storchen. Auch begaben sie sich schon auf eindrückliche Ausfahrten, bei denen es in Ulm aufs Münster und ins Brotmu-seum ging. Gerne feiern sie auch den Internationalen Frauentag im März mit verschiedensten Speisen.

Sprache verbindet - und so haben sich auch schon manche Freundschaften entwickelt. Auch das Gefühl, ein Stückchen besser in unserer Gesellschaft aufgenommen zu sein und ein Verständnis für sie zu entwickeln, ist ein Zeichen für die positive Wirkung des Angebotes. Die Gruppe ist offen für neue Teilnehmerinnen. Interessierte Frauen können gerne bei der Migrationsberatung in der Kanalstr. 4 unter Telefon (0 71 61) 3 89 05-16 (Christian Stock) anfragen. Da diese Arbeit nur mit dem ehrenamtlichen Engagement von aktiven Mitbürgern durchgeführt werden kann, sind wir stets offen für Ihre diesbezüglichen Anfragen.

Dank verschiedener Zuschüsse von Landkreis und Glücksspirale können die Aufwendungen für dieses Angebot in Grenzen gehalten werden.

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Ansprechpartner:
Christian Stock

Christian Stock
Migrationsarbeit
Tel.: (0 71 61) 3 89 05 16
e-Mail

Spendenkonten:

48 000
Kreissparkasse Göppingen
BLZ 610 500 00

3 000
Volksbank Göppingen
BLZ 610 605 00